Jede Form des Weltbezuges ist auf Symbole angewiesen - mit dieser Grundthese erweitert Ernst Cassirer die Erkenntnistheorie des Neukantianismus in den 1920er Jahren. Der Weltbezug schlechthin ist Gegenstand der Erkenntnistheorie und nicht allein durch die Verbindung von Begriff und Verstehen gekennzeichnet. Erkenntnistheorie wird Zeichenphilosophie und Kulturphilosophie. Damit wird die "Philosophie der symbolischen Formen" aber in gewisser Weise auch Medienphilosophie. Im Seminar lesen wir den ersten Band der "Philosophie der symbolischen Formen", in dem Cassirer seine Grundlagen entwickelt und dann auf die Sprache als symbolische Form eingeht.